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Madeleine Bantleon Maddelne thEine schwarz-weiße Liebe in Deutschland 2020.
Maddeläne heißt eigentlich Madeleine und mit Nachnamen Ndongo-Schulze. Ihr Mann ist Afrikaner, zur Familie gehören noch ihre beiden Kinder Marie und Iba. Die vier leben in einem Berliner Mietshaus. Maddeläne gibt sich Mühe als berufstätige Frau und Mutter, und manchmal wird es ihr zu viel. Sie flieht auf den Dachboden zu Wäsche, Lichterkette und Tee. Dann sprudelt es aus ihr heraus und sie erzählt uns von ihrem alltäglichen Spagat zwischen den Welten.

13 Monate sitzen wir mit ihr auf dem Dachboden – sie erzählt übers Kofferpacken, den Wendekreis des Krebses, über Südfrüchte unter der Gürtellinie, über bunte Stoffe, über Haustiere und laute Telefonate, über hautfarbene Buntstifte, über Kacke und karierte Kinder, über Humor und Brüderlichkeit und zivilen Ungehorsam, über Großväter, Albträume und unvermutetes Auftauchen deutschen kolonialen Erbes.
Sie benennt offenen und versteckten Rassismus – auch ihren eigenen. Sie teilt uns ihre Liebe und ihre Sorgen um ihren Mann und ihre Kinder mit, und sie versucht den »Dreck« von der Straße nicht mit in die Wohnung zu schleppen. Maddeläne hat Angst vor wiederaufkeimendem Fremdenhass und Rechtspopulismus.
»… Es gibt viele wie mich – aber wer von meinen deutschen Schwestern und Brüdern macht den Mund auf? Wer, wenn nicht wir ›Herzensmigrant*innen‹ könnten die braunen Schafe in unseren Familien zur Vernunft bringen? Denn: ihr Rassismus geht auch gegen uns!«

Madeleine Bantleon ist nicht der bürgerliche Name der Autorin. Dieses Pseudonym dient dem Schutz der Privatsphäre ihrer Familie. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden und verstorbenen Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die Berlinerin lebt seit mehreren Jahrzehnten in afro-deutschen Familienzusammenhängen, sie hat zwei Kinder.
Die Geschichten sind ein Konglomerat aus Erlebtem, Erzähltem und Fantasiertem. Es ist nicht die Absicht der Autorin eine afrikanische community in der Diaspora zu beschreiben. Es geht ihr darum, die Gedanken, Befindlichkeiten und Reaktionen einzufangen, die eine weiße Person in unserer deutschen Gesellschaft erleben kann, wenn sie sich in einen schwarzen Menschen aus Afrika verliebt, mit ihm lebt und Kinder großzieht.
Das Land Zangalewa wird der Leser auf der Afrikakarte nicht finden, es ist ein Platzhalter ebenso wie die Hauptstadt Ouaka, die Insel N’Kri – und auch die Landeswährung »Zlewas«.
Die Autorin ist sich bewusst, dass dieser Text trotz intensiver Prüfung wahrscheinlich leider nicht frei ist von unbewussten Rassismen, Exotismen und Verallgemeinerungen. Es liegt nicht in ihrer Absicht, Menschen zu verletzen, noch »positiv« oder »negativ« zu diskriminieren. Falls dies geschehen sein sollte, tut der Autorin das leid. Sie ist bereit Kritik zu hören und sich damit auseinanderzusetzen.
Die Autorin möchte sich bedanken bei allen Menschen in Afrika und Europa für die lebendigen, tiefen, schönen Erfahrungen, die sie in den vielen Jahren machen durfte.

Das Buch ist erschienen im Rhein-Mosel-Verlag

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